Re: Kaufkraft am Ende - Rechnungshofbericht schickt T-Aktie in d…

aktiedas stimmt nicht. Nach der Menge von Aktien pro gehandeltem
Kontrakt zu urteilen, sind es die Privaten, die zur Zeit kaufen.
Verkaufen tun die Versicherer und Investmentfonds und Pensionsfonds,
weil sie sich keine echten Verluste erlauben können. Die T-Aktien
standen bei denen mit rund 15 Euro in den Büchern und ab 12 Euro
wurde langsam die Reißleine gezogen.
In der Öffentlichkeit macht es sich aber viel besser, dafür die
Hedgefonds (die auf fallende Kurse spekulieren) verantwortlich zu
machen. Es muss ja auch peinlich sein, zugeben zu müssen, das
Adressen, welche normalerweise Aktien über Jahrzenhte halten,
plötzlich verkaufen. Wenn dann noch Liese Müller verkauft, ist ganz
aus.
Das schlimme für die Kursentwicklung ist nur, dass an Tagen, wo die
Kurse mal etwas steigen, die Fondsmanager dann gleich die
Entscheidung treffen, am nächsten Tag wieder zu verkaufen, weil man
ja jetzt noch 0,40 Euro mehr pro Stück erhält. Also geht der Kurs am
nächsten Tag wieder Richtung Süden.
Bei den lebensversicherer und Pensionsfonds sowie bei den Aktienfonds
herrscht Liquiditätsmangel. Das schlimmste, was einer Börse passieren
kann. Daher die unterschiedliche Entwicklung in den USA und in
Deutschland.
In Deutschland werden jetzt die ersten größeren
Lebensversicherungsverträge zur Auszahlung reif, und das kostet
richtig Liquidität. Und da keine stille Reserven mehr vorhanden sind,
weil der Immobilienmarkt seit Jahren rückläufig ist, der Rentenmarkt
kaum noch 6% hergibt, müssen halt eben Aktien verkauft werden. Die
schlechtesten zuerst.
G.-J.

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