Re: was ist ein hegde-fond? - Die T-Aktie im tiefen Tal der Tränen [Up…
aktieCharly_D schrieb am 14. Juni 2002 13:12
> >
> > > Wenn ich das hier jetzt so lese dann hab ich den Eindruck, das es
> > > sich also um eine Sache handelt, die man eher bei der Mafia ansiedeln
> > > muss…
> >
> > …
> > Die Finanzinstrumente, die ein Hedgfonds anbietet, sind im übrigen
> > eine durchaus nützliche Sache, da sich damit Firmen z.B. gegen
> > Wechselkursschwankungen “versichern” können, oder große Pensionsfonds
> > oder Lebensversicherer für ihre Aktieneinlagen dasselbe tun können
> > (also sich gegen zu heftige Schwankungen absichern).
> >
> “Finanzinstrumente”, die darin bestehen, Leerverkäufe in praktisch
> unbegrenzter Höhe zu tätigen, sind dazu “nützlich”, dass jeder
> Anleger (Hedge-Fond oder nicht) ab einem bestimmten Kapitaleinsatz
> jederzeit (in der Praxis: bei tendenziell fallenden Kursen einer
> Aktie / einer Währung) in der Lage ist, auf Kosten der weniger
> kapitalkräftigen Anleger (Riesen-)Gewinne zu machen.
> Die einzusetzende Summe bestimmt sich dadurch, dass sie so groß ist,
> den Kurs e spürbar fallen zu lassen, sodass bei einer Reihe weiterer
> Anleger der Stop Loss ausgelöst wird und der Kurs anschließend weiter
> fällt. Zu diesen niedrigeren Kursen werden die Leerkäufe dann
> glattgestellt, der Kurs zieht wieder an, und die anderen können
> wieder nur reagieren. Im Schnitt über viele Aktionen ist das eine
> 100%ige Sache.
> Soro hat so mit 10 Mrd. England aus dem Euro gedrängt und 3 Mrd.
> verdient.
> Thailand ging als erstes in Ostasien in die Knie, und um ein Haar
> wäre ganz Ostasien gefolgt.
> Der Kapitalistmus liefert gleich die Finanzinstrumente mit, mit denen
> er seine eigenen Märkte / Volkswirtschaften kaputt macht, damit die
> Zahl der Milliardäre weiter ungehemmt wachse.
> (notabene: ich argumentiere gegen Leerverkäufe / Optionen in
> unbegrenzter Höhe, s.o.)
> Verkauft wird das unter der Marke “Absicherung von Kursschwankungen”.
> Und alle machen mit. Die Wähler. Die Politiker. Die Banker. Und die
> Milliardäre.
So planbar, wie du das darstellst, funktioniert das vielleicht in
irgendwelchen schlechten Filmen, aber nicht in der Realität. Dazu
gibt es ganz einfach zu viele Akteure, die bei diesem Spiel
mitspielen, und die ganz gegenläufige Wetten abschließen (Soros hat
seither auch schon wieder etliche Milliarden “verzockt”).
Auf lange Sicht führen diese Spiele wahrscheinlich zu einer weit
besseren Allokation von knappen Resourcen, als diese jede
Planwirtschft jemals zustande brächte.
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